Jacques Chibois
Der Aromen-Virtuose
Seine Mutter, eine wundervolle Köchin, stammt aus dem Périgord. Die Eltern sind Müller und unterhalten für die Bauern, die während des Tages zur Mühle kommen und auf Mehl warten, einen Mittagtisch. Erste Prägungen des Jacques Chibois, erste Berührungen mit der Kunst des Kochens.
Später wird der heutige Grand Chef des Relais & Châteux La Bastide Saint-Antoine in Grasse sagen, dass die tägliche Koch-Kunst seiner Mutter ihn derart beeindruckt, dass er nur noch ein Ziel vor Augen sieht - Koch zu werden.
Zunächst studiert der junge Jacques Agrarwissenschaften. Bei Michel Fernand, in der Nähe von Limoges, geht er in die Kochlehre und wechselt später zu Michel Guérard ins Pot au Feu in Asnières. Es beginnen seine Wanderjahre durch Frankreich. Von Michel Fernand lernt er die Liebe zu sorgfältig erledigter Arbeit. Bei Michel Guérard die neue Art zu kochen. Roger Vergé lässt ihn die Mittelmeerküche und die Idee der Festlichkeit entdecken. Bei Louis Outhier lernt er die feine Küche mit einem Hauch Exotik gewürzt.
Und von Gaston Lenôtre die Liebe zu Süßem. Der Weg ist das Ziel, der ihn schließlich zu Jean Delaveyne Bougival ins Royal Gray nach Cannes führt. Von Bougival übernimmt er die Genauigkeit, Virtuosität und Enthusiasmus am Herd. Dort wird er 1982 zum ersten Mal Küchenchef.
Mit Vierzig eröffnet Jacques Chibois sein erstes eigenes Restaurant, in dem er alles ausdrückt, was er in den letzten Jahren von seinen Lehrmeistern gelernt hat. Fünf Jahre später kauft er eine Bastide in der Provence. Ein privates Kleinod mit tausendjährigen Oliven und viel Platz. Hier atmet er das leidenschaftlich-sinnliche Lebensgefühl der Cote d’Azur, das hier so ausgeprägt gelebt wird.
Heute ist Jacques Chibois Grand Chef im Relais & Châteux La Bastide in Saint-Antoine in Grasse. Nach wie vor ist er ins Kochen verliebt, genießt Geruch, Gewürze, die Arbeit. Im kleinen, sehr feinen Luxushotel mit neun Zimmern und sieben Suiten, alle im provenzalischen und zeitgenössischen Stil, inmitten alter Olivenbäume, zelebriert er seine berühmten Kochkurse und verwöhnt nach dem Motto: „Von der Nase zum Gaumen - eine vergnügliche Reise der Sinne der aromenbetonten Küche.“
Was er selbst über seine Kulinarik sagt ist so bescheiden wie wahr: „Meine Küche ist leicht, kreativ, festlich, bunt und gesund.“
